Luftbefeuchtung und Wasseraufbereitung
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Grundlagen

Welches die "richtige" Raumfeuchte ist, lässt sich nicht einfach so generell festlegen. Die verschiedenen Normen geben ein uneinheitliches Bild. Die Vorgaben der EKAS und des SECOs gehen von der Raumnutzung aus. Sie geben jedoch nur Vorgaben für Büroräume und Callcenter. Für alle anderen Nutzungsformen bestehen keine Vorgaben. Die SIA 180 Norm hat einen völlig andern Blickwinkel. Bei dieser Norm steht der Schutz der Gebäudehülle vor Kondensatschäden (Holzfäule, Schimmel,…) im Vordergrund und dies unabhängig von der  Nutzung des Raumes. Nur indirekt wird damit der "Inhalt" des Raumes geschützt. Konsequenter weise legt die Norm SIA 180 daher auch nur maximale Feuchtewerte in Abhängigkeit der Aussentemperatur fest.  Die Normen SIA 180 und 380/1 sind in Überarbeitung. Die Teile zur Luftfeuchtigkeit sind jedoch noch widersprüchlich (Frühling 2011). Die DIN Norm ist sehr grob und daher wenig aussagekräftig.
Die Raumfeuchte sollte immer der Raumnutzung angepasst werden. Die gewünschte Raumfeuchte sollte daher ein wohlüberlegter Entscheid sein.

Richtwerte

  • 40-50% Sicherheit und Gesundheitsschutz in Bürobetrieben (EKAS)
  • 45-65% Einrichtung von Arbeitsplätzen in Call-Centern (EKAS)
  • 30-50% Büroarbeitsplätze (SECO)
  • xx-xx% SIA 180 je nach Aussentemperatur; Schutz Gebäudehülle 0° 48%; -5° 42%; -10° 38%; -15° 34%; -20° 30% (Schweizerische Ingenieur- und Architekten-Verein)
  • 30-70% DIN EN 13779 (Deutsche Industrie Norm)

Die "richtige" Raumfeuchte im Arbeits- und Wohnbereich


Verschiedene Studien haben den Zusammenhang zwischen Schädlingen und der Raumfeuchte untersucht. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass im Bereich von 40-50% Luftfeuchtigkeit die wenigsten Schädlinge aktiv sind. Gleichzeitig ist dies der Feuchtebereich in dem der Mensch die besten Abwehrkräfte hat. Zu trockene Luft trocknet die Schleimhäute aus und ermöglicht das vermehrte Eindringen von Keimen.